Covid-19

Maßnahmen gegen die Corona-Krise

Initiativen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise

Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

Die Überbrückungshilfe bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbständige sowie gemeinnützige Unternehmen. Sie hilft, Umsatzrückgange während der Corona-Krise abzumildern. Zuständig für die Umsetzung der Corona-Überbrückungshilfe sind die Bundesländer.

 


Antragsberechtigte für die Corona-Überbrückungshilfe

  • Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und sie die Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten.
  • Solo-Selbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb.
  • Von der Corona-Krise betroffene gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind.
  • Bildungseinrichtungen der Selbstverwaltung oder der Wirtschaft in der Rechtsform von Körperschaften des öffentlichen Rechts

WICHTIG: Als Antragssteller zugelassen sind nicht die betroffenen Unternehmen, sondern deren Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.


Voraussetzungen für die Corona-Überbrückungshilfe

  • Der Umsatz des Antragstellers muss im April und Mai 2020 im Vergleich zu den Vorjahresmonaten um mindestens 60% zurückgegangen sein.
  • Der Antragsteller darf sich am 31. Dezember 2019 (gem. EU-Definition) nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden haben.
  • Bei gemeinnützigen Unternehmen und Organisationen wird anstatt auf die Umsätze auf die Einnahmen (inkl. Spenden und Mitgliedsbeiträge) abgestellt.

Konditionen für die Corona-Überbrückungshilfe

  • Förderfähig sind fortlaufend anfallende, vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten.
  • Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von
    80% der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
    50% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70%
    40% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40% und 50%
    im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.
  • Eine Überkompensation ist zurückzuzahlen.
  • Die als Überbrückungshilfe bezogenen Leistungen sind steuerbar und nach den allgemeinen steuerrechtlichen Regelungen im Rahmen der Gewinnermittlung zu berücksichtigen.
  • Die Förderung wird für höchstens drei Monate ausgezahlt.
  • Die maximale Förderung beträgt 150.000 EUR für 3 Monate.
  • Der tatsächlich ausbezahlte Erstattungsbetrag richtet sich nach der Betriebsgröße
    bis zu 5 Beschäftigten maximal 9.000 EUR für 3 Monate
    bis zu 10 Beschäftigten maximal 15.000 EUR für 3 Monate.
  • Die Anträge müssen bis zum 31.09.2020 gestellt werden.

Fakten zum Konjunktur- und Zukunftspaket der Bundesregierung

Der Koalitionsausschuss der Bundesregierung hat am 3. Juni 2020 Eckpunkte eines umfangreichen Konjunktur- und Zukunftspaketes „Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken“ vorgelegt, mit dem die Folgen der Corona-Krise bewältigt werden sollen.


A. Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket

Steuerrechtliche Fördermaßnahmen

Senkung des normalen und ermäßigten Umsatzsteuersatzes
Verschiebung der Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer auf den 26. des Folgemonats
Ausweitung der Verlustverrechnung
Degressive Abschreibung für Abnutzung
Geplante Maßnahmen bei der Körperschaftsteuer
Geplante Maßnahmen bei der Gewerbesteuer

Programm für Überbrückungshilfen
Überbrückungshilfen für KMU

Arbeits- und Sozialversicherungsrechtliche Maßnahmen und Lohnersatzleistungen

Sozialgarantie 2021 – Stabilisierung der Sozialversicherungsbeiträge bis 2021 bei maximal 40%
Kurzarbeitergeld ab dem 1. Januar 2021
Verlängerung des vereinfachten Zugangs in die Grundsicherung

Weitere Fördermaßnahmen
Senkung der EEG-Umlage zur Stabilisierung der Strompreise
Unterstützung von Start-Ups
Schneller Neustart nach einer Insolvenz
Unterstützungsmaßnahmen für Familien
Ausbildungsprämie und weitere Förderungen für Azubis und Ausbildungsbetriebe


B. Zukunftspaket

Weitere Unterstützungsmaßnahmen für Forschung und Entwicklung
Planungen zur Elektromobilität


C. Europäische Maßnahmen

Programm zur Entbürokratisierung auf EU-Ebene
Fördermaßnahmen auf europäischer Ebene


D. Gesetzliche Umsetzung des Konjunkturpaketes

Zweites Corona-Steuerhilfegesetz


Wichtige Punkte zu den Soforthilfemaßnahmen

Berücksichtigung von Corona-Soforthilfen in Steuererklärungen
Rechtsgrundlagen für die Auszahlung der Corona-Soforthilfen
Vorhalten/Aufbewahrung von Unterlagen von gewährten Corona-Soforthilfen
Rückzahlung von Corona-Soforthilfen bzw. Zuschüssen


F. Weitere wichtige Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise

Steuerliche Regelungen für Grenzpendler

 

Unterlagen & Links zur Bewältigung der Corona-Krise

Unterlagen

Offizielle Informationsunterlagen zu geplanten Maßnahmen, neuen Gesetzen und Verordnungen, die aufgelegt wurden, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einzudämmen und die Konjunktur zu beleben.

Unterlagen des Bundeslands Baden-Württemberg

Unterlagen zur Bewältigung der Corona-Krise

 

Formulare

Nützliche Formulare, Anträge und Bescheinigungen mit denen – je nach Sachlage – Privathaushalte, abhängig Beschäftigte, Selbständige oder kleine und mittelständische Unternehmen während der Corona-Krise Unterstützung oder Erleichterungen beantragen können

Formulare zur Bewältigung der Corona-Krise

Leins & Seitz them@

Sonderinformationen zu steuerrechtlich relevanten Themen erhalten Sie als Mandant über den Informationsservice Leins & Seitz them@. Hier finden Sie die aufgelegten Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise.

Ergänzende Nachrichten über Gerichtsurteile, Gesetze, Verordnungen und die angewandte Praxis im Steuerrecht werden in den Monatsinformationen Leins & Seitz @ktuell vorgestellt.

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