Covid-19

Maßnahmen gegen die Corona-Krise

Initiativen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise

Im Rahmen des ‚ÄěLockdown light‚Äú hat die Bundesregierung, zus√§tzlich zur bereits bestehenden √úberbr√ľckungshilfe, weitergehende finanzielle Hilfen auf den Weg gebracht. Nachfolgend ein zusammenfassender √úberblick √ľber die derzeit bestehenden Unterst√ľtzungsm√∂glichkeiten und ein Ausblick auf bereits angek√ľndigte, weitere Wirtschaftshilfen.

 

√úberblick Novemberhilfe und Dezemberhilfe

Die sog. ‚ÄěNovemberhilfe‚Äú richtet sich explizit an diejenigen Unternehmer, Freiberufler und Solo-Selbst√§ndige, die direkt, indirekt oder mittelbar von dem zweiten Lockdown (seit dem 02.11.2020) betroffen sind.

Bei der Novemberhilfe handelt es sich ‚Äď anders als bei der √úberbr√ľckungshilfe ‚Äď nicht um einen kostenabh√§ngigen Zuschuss, sondern um eine unb√ľrokratische Sonderunterst√ľtzung, die sich am tats√§chlich erzielten Umsatz des Monats November 2019 bzw. am durchschnittlichen Umsatz des Jahres 2019 orientiert und konkrete Umsatzausf√§lle in Folge des Lockdowns kompensieren soll.

 

Wer ist antragsberechtigt?

In erster Linie sind diejenigen Unternehmen antragsberechtigt, die aufgrund des Beschlusses und der Länder am 28.10.2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten (direkt Betroffene).

Auch Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80% ihrer Umsätze mit direkt betroffenen Unternehmen erwirtschaften, sind ebenfalls antragsberechtigt (indirekt Betroffene).

Antragsberechtigt sind auch Unternehmen, die regelm√§√üig 80% ihrer Ums√§tze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag von Unternehmen, die direkt von den Ma√ünahmen betroffen sind, √ľber Dritte erzielen (mittelbar Betroffene).

Wie verläuft das Antragsverfahren?

Grunds√§tzlich erfolgt die Antragstellung erfolgt ‚Äď wie bei der √úberbr√ľckungshilfe ‚Äď √ľber sog. ‚Äěpr√ľfende Dritte‚Äú (u.a. Steuerberater, Wirtschaftspr√ľfer, Rechtsanw√§lte) √ľber eine speziell f√ľr diesen Zweck eingerichtete Online-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

Hiervon ausgenommen sind Solo-Selbst√§ndige, die im Rahmen der Novemberhilfe lediglich einen F√∂rderh√∂chstsatz von 5.000 Euro beantragen k√∂nnen. Sie sind berechtigt, den Antrag auch ohne Einschaltung eines pr√ľfenden Dritten selbst zu stellen, ben√∂tigen daf√ľr allerdings ein ELSTER-Zertifikat.

Antr√§ge auf Novemberhilfe k√∂nnen seit dem 25.11.2020 gestellt werden. Besondere Nachweise und Unterlagen sind der Antragstellung nicht beizuf√ľgen. Die Kosten f√ľr einen pr√ľfenden Dritten sind vom Antragsteller zu tragen.

Wie hoch ist die Zuschusshöhe und die Auszahlung?

Die Zuschussh√∂he betr√§gt grunds√§tzlich 75% des im November 2019 erzielten Umsatzes und wird anteilig f√ľr jeden Tag im November 2020 berechnet, an dem ein Unternehmen tats√§chlich vom Corona-bedingten Lockdown direkt, indirekt oder √ľber Dritte betroffen war (Leistungszeitraum).

Solo-Selbständige haben bei der Bezugsgröße ein zusätzliches Wahlrecht:

  • Monatsbezogene Vergleichsbetrachtung (Novemberumsatz 2020 zum Novemberumsatz 2019)

oder

  • Jahresbezogene Vergleichsbetrachtung (durchschnittlicher Monatsumsatz im Jahr 2020 zum durchschnittlichen Monatsumsatz 2019)

Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit erst nach Oktober 2019 aufgenommen haben, können bei der Ermittlung der Bezugsgröße unter folgenden Alternativen wählen:

  • durchschnittlicher Oktoberumsatz 2020

oder

  • durchschnittlicher Monatsumsatz seit der Gr√ľndung

F√ľr alle Berechnungen wird jedoch auf den durchschnittlichen Wochenumsatz abgestellt, da der Zuschuss f√ľr jede Woche der Schlie√üung gedacht ist.

Wie und wann erfolgt die Auszahlung?

Die Auszahlung erfolgt in zwei Schritten:

  1. Zun√§chst gibt es unmittelbar nach der Antragstellung eine Abschlagszahlung (f√ľr Solo-Selbst√§ndige bis zu 5.000 Euro, f√ľr andere Unternehmen bis zu 50.000 Euro).
  2. Im Anschluss an die Abschlagszahlungen wird dann das Verfahren zur regulären Auszahlung gestartet und eine weitere Auszahlung erfolgt dann in der jeweils bewilligten Höhe.

Die Abschlagszahlungen werden von der Bundeskasse ausgezahlt. Die weiteren Auszahlungen der dar√ľberhinausgehenden Zuschussbetr√§ge bzw. die Bewilligungen, sofern die Voraussetzungen des beschleunigten Verfahrens nicht vorliegen, starten im Januar 2021 durch die Bewilligungsstellen der L√§nder.

Wie k√∂nnen die Zusch√ľsse verwendet werden?

Anders als bei der √úberbr√ľckungshilfe (und teilweise auch der Soforthilfe im Fr√ľhjahr 2020) wird es keine detaillierte √úberpr√ľfung der Verwendung geben. So k√∂nnen Selbst√§ndige den Zuschuss insbes. auch f√ľr Lebenshaltungskosten nutzen, wenn sie keine oder kaum Fixkosten aber dennoch hohe Umsatzausf√§lle haben.

Werden bereits gezahlte Unterst√ľtzungsleistungen angerechnet?

Sofern f√ľr den November 2020 bereits andere Unterst√ľtzungsleistungen genutzt werden (z.B. √úberbr√ľckungshilfe II oder Kurzarbeitergeld), werden diese Leistungen auf die Novemberhilfe angerechnet.

Eine Besonderheit gilt f√ľr Unternehmen, die trotz der grunds√§tzlichen Schlie√üung Ums√§tze erzielen. Diese werden bis zu einer H√∂he von 25% des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet.

Bis wann muss der Antrag auf Novemberhilfe gestellt werden?

Der Antrag auf Novemberhilfe ist bis zum 31.01.2021 zu stellen.

Unterliegt die Novemberhilfe der Steuerpflicht?

Genauso wie die √úberbr√ľckungshilfe unterliegt die Novemberhilfe der Einkommen- bzw. K√∂rperschaftsteuerpflicht. Mangels Gegenleistung an den Staat unterliegt sie jedoch nicht der Umsatzsteuer.

Erfolgt zu einem sp√§teren Zeitpunkt eine √úberpr√ľfung?

Im Falle einer Antragstellung √ľber pr√ľfende Dritte ist eine Schlussabrechnung vorgesehen. Diese erfolgt ‚Äď ebenso wie die Antragstellung ‚Äď √ľber den pr√ľfenden Dritten, in digitaler Form √ľber das Online-Portal des Bundes. Der pr√ľfende Dritte hat die Schlussabrechnung f√ľr den Antragssteller sp√§testens bis zum 31. Dezember 2021 vorzulegen. Wenn die endg√ľltige H√∂he der Novemberhilfe die bereits gezahlten Zusch√ľsse √ľbersteigt, erfolgt auf entsprechenden Antrag eine Nachzahlung. Der pr√ľfende Dritte ber√ľcksichtigt bei der Best√§tigung die endg√ľltigen Umsatzzahlen und Umsatzsteuervoranmeldungen der antragstellenden Unternehmen.

F√ľr den Fall, dass der Antragsteller dem pr√ľfenden Dritten keine Unterlagen f√ľr die Schlussabrechnung zur Verf√ľgung stellt oder f√ľr diesen nicht mehr erreichbar ist, informiert der pr√ľfende Dritte die Bewilligungsstelle des Landes √ľber diesen Umstand. Weitergehende Verpflichtungen bestehen f√ľr ihn nicht.

Erfolgt keine Schlussabrechnung, ist die Novemberhilfe vollst√§ndig zur√ľckzuzahlen. Im Fall von Direktantr√§gen im eigenen Namen erfolgt keine Schlussabrechnung und ist somit auch keine Nachzahlung m√∂glich.

Wie können die Umsatzausfälle im Dezember aufgrund der Verlängerung der Schließungen aufgefangen werden?

Die au√üerordentliche Wirtschaftshilfe f√ľr den November 2020 wird aufgrund der Ausweitung der angeordneten Schlie√üungen verl√§ngert. Mittels der sog. ‚ÄěDezemberhilfe‚Äú soll sichergestellt werden, dass auch f√ľr die Zeit der Ma√ünahmen im Dezember 2020 von diesen Schlie√üungen betroffene Unternehmen Zusch√ľsse in H√∂he von bis zu 75% des Vergleichsumsatzes des Monats Dezember 2019 als Hilfe zur Verf√ľgung stehen.

Die Voraussetzung f√ľr eine Antragsberechtigung √§ndert sich gegen√ľber der Novemberhilfe nicht. Auch mit der Dezemberhilfe werden bis zu 75% des Umsatzes aus dem Monat Dezember 2019 anteilig f√ľr die Anzahl der Tage der Schlie√üung im Dezember 2020 gew√§hrt.

Auch die Antragstellung f√ľr die Dezemberhilfe wird √ľber die Online-Plattform der √úberbr√ľckungshilfe (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) √ľber einen sog. pr√ľfenden Dritten (u.a. Steuerberater, Wirtschaftspr√ľfer, Rechtsanw√§lte) erfolgen. Solo-Selbst√§ndige, die eine F√∂rderung von nicht mehr als 5.000 Euro beantragen sind auch im Rahmen der Dezemberhilfe berechtigt, mit ihrem ELSTER-Zertifikat den Antrag ohne pr√ľfende Dritte zu stellen.

Da die Antragstellung sich derzeit noch in Vorbereitung befindet, kann derzeit noch keine Aussage dar√ľber getroffen, ab wann eine Antragsstellung auf Dezemberhilfe m√∂glich ist.

 

√úberblick √úberbr√ľckungshilfe II und √úberbr√ľckungshilfe III

Die sog. ‚Äě√úberbr√ľckungshilfe I‚Äú f√ľr den F√∂rderzeitraum Juni bis August 2020 war zentraler Eckpfeiler des im Juni 2020 beschlossenen Corona-Konjunktur-Paketes. Da die Antragsvoraussetzungen sehr hoch waren, wurde allerdings nur ein Bruchteil der bereitgestellten Mittel abgerufen. Daher wurde der F√∂rderzeitraum um eine zweite Phase f√ľr die Monate September bis Dezember 2020 verl√§ngert. Bei der sog ‚Äě√úberbr√ľckungshilfe II‚Äú wurden die Zugangsbeschr√§nkungen gesenkt und die F√∂rderung ausgeweitet.

Wichtig: Auch wenn Unternehmen in der 1. Phase der √úberbr√ľckungshilfe nicht beg√ľnstigt waren, k√∂nnten diese in der 2. Phase √úberbr√ľckungshilfe erhalten!

 

Wer ist antragsberechtigt?

Das Hilfsprogramm beg√ľnstigt kleine und mittelst√§ndische Unternehmen sowie Solo-Selbstst√§ndige und Freiberufler, die von den Pandemie-Ma√ünahmen besonders stark betroffen sind und folgende Voraussetzungen erf√ľllen:

  • Umsatzeinbruch von mindestens 50% in zwei zusammenh√§ngenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegen√ľber den jeweiligen Vorjahresmonaten

oder

  • Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt der Monate April bis August 2020 gegen√ľber den Vorjahreszeitraum

Der Antragsteller darf sich zudem zum Stichtag 31.12.2019 nicht bereits in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden haben und es muss ein Gewerbeschein vorliegen.

Welche Kosten sind förderfähig?

Die folgenden Fixkosten sind f√∂rderf√§hig und k√∂nnen ‚Äď in Abh√§ngigkeit vom Umsatzr√ľckgang in prozentualer H√∂he ‚Äď gef√∂rdert werden:

  • Mieten und Pachten f√ľr Geb√§ude, Grundst√ľcke und R√§umlichkeiten, die in unmittelbaren Zusammenhang mit der Gesch√§ftst√§tigkeit des Unternehmens stehen
    Kosten f√ľr Privatr√§ume sind nicht f√∂rderf√§hig
  • Weitere Mietkosten
  • Zinsaufwendungen f√ľr Kredite und Darlehen
  • Finanzierungskostenanteil von Leasing-Raten
  • Ausgaben f√ľr notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlageverm√∂gen und gemieteten Verm√∂gensgegenst√§nden (inkl. EDV)
  • Ausgaben f√ľr Elektrizit√§t, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienema√ünahmen
  • Grundsteuern
  • Betriebliche Lizenzgeb√ľhren
  • Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben
  • Kosten f√ľr Steuerberater oder Wirtschaftspr√ľfer, die im Rahmen der Beantragung der Corona-√úberbr√ľckungshilfe anfallen.
  • Kosten f√ľr Auszubildende
  • Personalaufwendungen im F√∂rderzeitraum (September bis Dezember 2020), die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20% der Fixkosten gef√∂rdert.
  • Provisionen, die Inhaber von Reiseb√ľros den Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zur√ľckgezahlt haben.

Wie hoch ist die Förderung?

Basierend auf der Höhe des Umsatzeinbruchs im vorgenannten Förderzeitraum wird ein gestaffelter Erstattungssatz gewährt, der monatsweise zu berechnen ist. Dieser ist wie folgt bemessen:

  • Umsatzeinbruch > 70% ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Erstattung von 90 % der Fixkosten
  • Umsatzeinbruch 50% bis 70% Erstattung von 60% der Fixkosten
  • Umsatzeinbruch 31% bis 49% Erstattung von 40% der Fixkosten
  • Umsatzeinbruch < 30 % ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Keine Erstattung

Jedes Unternehmen kann einen Fixkostenzuschuss von bis zu 200.000 Euro erhalten. Höchstbeträge, die von der Unternehmensgröße abhängig sind, gibt es in der zweiten Phase nicht.

Wie verläuft die Antragstellung?

Die Beantragung der √úberbr√ľckungshilfe II ist nur durch sog. pr√ľfende Dritte (u.a. Steuerberater, Wirtschaftspr√ľfer, Rechtsanw√§lte) m√∂glich. Zun√§chst muss der Antrag auf √úberbr√ľckungshilfe aufgrund von Sch√§tzungen und Prognosen gestellt werden. Zeitlich nachgelagert erfolgt eine Schlussabrechnung, in der die tats√§chlichen Werte nachgewiesen werden m√ľssen.

Bis wann muss der Antrag auf √úberbr√ľckungshilfe II gestellt werden?

Die Beantragung der √úberbr√ľckungshilfe f√ľr die F√∂rdermonate September bis Dezember ist bis zum 31.01.2021 zu stellen.

Erfolgt zu einem sp√§teren Zeitpunkt eine √úberpr√ľfung?

Sowohl die Voraussetzungen der Beantragung als auch die H√∂he der F√∂rderung werden im Rahmen einer sog. ‚ÄěSchlussabrechnung‚Äú verifiziert. Diese Schlussrechnung muss ebenfalls durch einen pr√ľfenden Dritten erfolgen.

Nach buchhalterischem Abschluss m√ľssen die zun√§chst gesch√§tzten, tats√§chlichen entstandenen Ums√§tze und Fixkosten gemeldet und nachgewiesen werden. Sollte sich aus der Schlussabrechnung ergeben, dass eine √ľberh√∂hte √úberbr√ľckungshilfe ausgezahlt wurde, ist eine R√ľckzahlung zu leisten. Sollte sich ergeben, dass die bisher ausgezahlte √úberbr√ľckungshilfe zu gering ist, sind auch Nacherstattungen m√∂glich.

Die Kosten f√ľr den pr√ľfenden Dritten sind f√ľr beide Phasen (Antragstellung und Schlussabrechnung) vom Antragsteller zu tragen. Sie sind aber im Rahmen der √úberbr√ľckungshilfe grunds√§tzlich anteilig ‚Äď wie andere f√∂rderf√§hige Fixkosten ‚Äď erstattungsf√§hig.

Unterliegt die √úberbr√ľckungshilfe II der Steuerpflicht?

Die √úberbr√ľckungshilfe II unterliegt der Einkommen- bzw. K√∂rperschaftsteuer. Sofern es sich beim Antragsteller um einen Gewerbetreibenden handelt, f√§llt zus√§tzlich Gewerbesteuer an. Da der √úberbr√ľckungshilfe II kein Leistungsaustausch zugrunde liegt, unterliegt sie jedoch nicht der Umsatzsteuer.

Wie kann die √úberbr√ľckungshilfe II verwendet werden?

Die Mittel aus der √úberbr√ľckungshilfe II sind zweckgebunden und ausschlie√ülich f√ľr die Bedienung der f√∂rderf√§higen Fixkosten bestimmt. Die Kosten des privaten Lebensunterhalts wie die Miete oder Zinszahlungen f√ľr die Privatwohnung (mit Ausnahme von den anteiligen Kosten f√ľr ein anerkanntes h√§usliches Arbeitszimmer), Krankenversicherungsbeitr√§ge oder Beitr√§ge zur privaten Altersvorsorge werden durch die √úberbr√ľckungshilfe II nicht abgedeckt.

Kann ein Antrag auf √úberbr√ľckungshilfe II neben dem Antrag auf Novemberhilfe gestellt werden?

Eine Antragstellung sowohl auf √úberbr√ľckungshilfe II als auch auf Novemberhilfe ist grunds√§tzlich m√∂glich. Im Fall einer Bewilligung werden die jeweiligen F√∂rderungen allerdings angerechnet.

Wie können die Umsatzausfälle im Dezember aufgrund der Verlängerung der Schließungen aufgefangen werden?

Da in vielen Wirtschaftszweigen die Gesch√§ftst√§tigkeit auch nach dem Dezember 2020 nur eingeschr√§nkt m√∂glich sein wird, haben sich das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium darauf verst√§ndigt, die √úberbr√ľckungshilfema√ünahmen in Form der sog. √úberbr√ľckungshilfe III bis Ende Juni 2021 zu verl√§ngern und deutlich auszuweiten.

Welche Ausweitungen bringt die √úberbr√ľckungshilfe III?

Trotz der weiter gefassten Antragsberechtigung f√ľr die √úberbr√ľckungshilfe II (F√∂rderzeitraum September 2020 bis Dezember 2020) sind immer noch viele Wirtschaftsbereiche leer ausgegangen. Diesem Umstand soll nun in der √úberbr√ľckungshilfe III in besonderem Ma√üe Rechnung getragen werden.

 

‚ÄěNovember-Fenster‚Äú und ‚ÄěDezember-Fenster‚Äú in der √úberbr√ľckungshilfe

Erweiterung des Zugangs zu den √úberbr√ľckungshilfen f√ľr die Monate November und/oder Dezember 2020 auch f√ľr Unternehmen, die im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 40% erlitten haben und keinen Zugang zur Novemberhilfe und/oder Dezemberhilfe hatten.

Beg√ľnstigt sind alle kleinen und mittelst√§ndischen Unternehmen, die folgende Voraussetzungen erf√ľllen:

So wird Unternehmen geholfen, die von den Schließungen im November und Dezember 2020 getroffen wurden, ohne von der November- und/oder Dezemberhilfe erfasst zu sein.

Im √úbrigen bleibt es bei der Zugangsschwelle von 50% Umsatzr√ľckgang f√ľr zwei aufeinanderfolgende Monate bzw. 30% Umsatzr√ľckgang seit April 2020.

 

Höherer Förderbetrag

Der Förderhöchstbetrag pro Monat wird von bisher 50.000 Euro auf 200.000 Euro erhöht.

 

Ausweitung der Antragsberechtigung

Die Antragsberechtigung wird durch den Wegfall der Beschränkung auf kleine und mittlere Unternehmen ausgeweitet. Nun sind alle Unternehmen bis maximal 500 Mio. Euro Jahresumsatz in Deutschland antragsberechtigt.

 

Förderung von Solo-Selbständigen

Da Solo-Selbst√§ndigen meist nur geringe Fixkosten nach dem Kostenkatalog nachweisen k√∂nnen und bisher von der √úberbr√ľckungshilfe I und √úberbr√ľckungshilfe II kaum profitiert haben, k√∂nnen sie alternativ zum Einzelnachweis der Fixkosten k√ľnftig eine einmalige Betriebskostenpauschale in H√∂he von 25% des Vergleichsumsatzes in Ansatz bringen.

Mittels der sog. ‚ÄěNeustarthilfe‚Äú k√∂nnen betroffene Solo-Selbst√§ndigen einen einmaligen Betrag von bis zu 5.000 Euro als Zuschuss beantragen. Solo-Selbst√§ndige sind k√ľnftig bis zu einem Betrag von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt.

 

Erweiterter Umfang erstattungsfähiger Kosten

Der Katalog erstattungsf√§higer Kosten wird erweitert um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbauma√ünahmen f√ľr Anstrengungen, um die Hygieneanforderungen zu erf√ľllen in H√∂he von bis zu 20.000 Euro.

Außerdem sind Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019 förderfähig.

 

Verbesserte Abschreibungsm√∂glichkeiten von Wirtschaftsg√ľtern

Abschreibungen von Wirtschaftsg√ľtern werden bis zu 50% als f√∂rderf√§hige Kosten anerkannt. So kann etwa ein Schausteller, der ein Karussell gekauft und per Kredit oder aus Eigenkapitalmitteln finanziert hat, die H√§lfte der monatlichen Abschreibung als Kosten in Ansatz bringen.

Ab wann kann die √úberbr√ľckungshilfe III beantragt werden?

Wie bei der Dezemberhilfe befindet sich das Antragsportal noch im Aufbau. Ein Zeitpunkt, ab wann eine Antragstellung möglich sein wird, kann daher gegenwärtig noch nicht benannt werden.

 

Unterlagen & Links zur Bewältigung der Corona-Krise

Unterlagen

Offizielle Informationsunterlagen zu geplanten Maßnahmen, neuen Gesetzen und Verordnungen, die aufgelegt wurden, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einzudämmen und die Konjunktur zu beleben.

Unterlagen des Bundeslands Baden-W√ľrttemberg

Unterlagen zur Bewältigung der Corona-Krise

 

Formulare

N√ľtzliche Formulare, Antr√§ge und Bescheinigungen mit denen ‚Äď je nach Sachlage ‚Äď Privathaushalte, abh√§ngig Besch√§ftigte, Selbst√§ndige oder kleine und mittelst√§ndische Unternehmen w√§hrend der Corona-Krise Unterst√ľtzung oder Erleichterungen beantragen k√∂nnen

Formulare zur Bewältigung der Corona-Krise

Leins & Seitz them@

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